Manuka Honig bietet speziell dank seiner antimikrobakteriellen, antioxidativen und wundfördernden Wirkung eine ganze Palette an Anwendungsgebieten. Schon die Maori, das Urvolk Neuseelands, nutzten die Eigenschaften des Manuka Strauches, um Krankheiten natürlich zu bekämpfen. Auch die heutige Schulmedizin verwendet immer häufiger medizinischen Honig, auch MediHoney genannt, für die Erstversorgung von Wunden und Entzündungen.

Doch Manuka Honig enthält neben dem Glucose-Oxidase Bienenenzym, welches durch den Abbau von Zucker antimikrobakteriellen Wasserstoffperoxid entstehen lässt, ein zweites Enzym, das Methylglyoxal genannt wird und für seine hohe antibakterielle Wirkung bekannt ist. Forscher untersuchen derzeit den Honig, der auch gerne das „natürliche Antibiotikum“ genannt wird, da er gegen bis zu 60 Keimspezien*, darunter auch antibiotikaresistente „Krankenhauskeime“, wirksam ist.

Die MRSA resistente Bakterien wurden allerdings weder von dem Methylyoxal, noch dem Zucker an der Zellteilung und Vermehrung gehindert. Dies weist auf eine weitere, möglicherweise noch unbekannte antibiotische Komponente im Manuka Honig hin.

Anwendungsbereiche

Schmerzhafte Aphten können tagelang, in einigen Fällen auch wochenlang im Mund- und Rachenbereich bestehen und die Aufnahme von Essen und Trinken erschweren. 3 x täglich direkt auf die Aphte aufgetragen, kann Manuka Honig bereits binnen weniger Anwendungen zur schnellen Abheilung beitragen.

3 x tägliches Auftragen lindert die Symptome in wenigen Tagen. Achten Sie darauf, dass ein dünner Film entsteht und wenden Sie den Honig sparsam an.

Lösen Sie den Honig in warmem Wasser auf und trinken Sie diese Mixtur bis zu 3 Mal am Tag. Dies sollte sich auf das allgemeine Wohlbefinden positiv auswirken und die Symptome des Infekts mildern.

Der sonst übliche und lästige Husten bei einer Bronchitis kann schnell mit Manuka Honig überwunden sein. Neben der ärztlichen Behandlung kann der Honig das Wohlbefinden und die Genesung fördern.

Laut einigen Studien konnte die Dauer des durch Bakterien ausgelösten Durchfalls mit der oralen Einnahme deutlich reduziert werden. Auch hier gilt wieder die Faustregel 3 x täglich jeweils einen Teelöffel.

Neben der sonst üblichen Methode, den Honig lange im Mund zu behalten, kann bei einer Erkältung die Kombination mit einem Tee oder Milch, speziell vor dem Schlafengehen, bessere Ergebnisse erzielen. Hierzu einfach einen Teelöffel Manuka Honig in den Lieblingserkältungstee hinzugeben und zwei Mal täglich einnehmen.

Wissenschaftlich bestätigt ist, dass der Manuka Honig besonders wirksam gegen Helicobacter* Bakterien wirkt, die am häufigsten für Magenschleimhautentzündungen (Gastritis) oder ein Geschwür im Magen bzw. Zwölffingerdarm verantwortlich sind. Die Einnahme erfolgt 3 x täglich, jeweils ein Teelöffel. Der letzte sollte direkt vor dem Schlafengehen eingenommen werden.

Eine Rollkur kann zusätzlichen Erfolg bringen. Hierzu einen Teelöffel in einem kleinen Glas lauwarmem Wasser auflösen, austrinken und hinlegen. Jetzt jeweils 5 Minuten auf dem Rücken, beiden Seiten und dem Bauch liegen, damit der gesamte Magenbereich abgedeckt ist.

Für die Magen-Darm-Entzündung ist oftmals das Salmonella Typhimurium Bakterium zuständig. Auch hier wirkt Manuka Honig und hilft eine schnelle Linderung der Symptome zu erzielen. Faustregel: 3 x täglich einen Teelöffel.

Die Einnahme von 3 x Teelöffeln über den Tag verteilt helfen die Halsschmerzen schnell abklingen zu lassen. Wichtig ist, dass der Honig hierbei langsam geschluckt werden sollte.

Mehrmaliges direktes Auftragen auf Herpesbläschen oder Hautausschläge wie Neurodermitis, Psoriasis oder Akne kann die Symptome innerhalb weniger Stunden / Tage mildern.

Als Allrounder kann Manuka Honig auch das Jucken / Brennen von Mücken- und Bienenstichen vermindern und gleichzeitig die Wundheilung unterstützt.

Wir raten Ihnen von unabgesprochenen Selbstversuchen ab. Nehmen Sie auf keinen Fall Manuka-Honig während einer Chemotherapie oder in Kombination mit Medikamenten ein, ohne mit Ihrem behandelnden Arzt zu sprechen. Wir übernehmen weder Verantwortung über die Richtigkeit der erwähnten Studie noch über mögliche Nebenwirkungen.

In einer Studie der „Indian Association for the Cultivation of Science, Kolkata“ des „Department of Biological Chemistry India“ aus dem Jahre 2008 wurde ein Krebs-Medikament, basierend auf Methylglyoxal, an 86 Personen getestet. Viele der Patienten profitierten von der Behandlung – einige waren nach der Beendigung sogar kuriert. Quelle: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18533369

Leider gibt es zu dieser relativ kurzen Studie keine weiteren signifikanten Informationen. Dauer der Einnahme, prozentuale Aufteilung der Personen nach der Studie und welche Formen des Krebses werden nicht erwähnt.

Wichtig! Wir weisen erneut daraufhin, dass dies lediglich das Ergebnis einer Studie ist, die wir zu Methylglyoxal gefunden haben. Diese ist weder ein Garant, noch empfehlen wir die Einnahme während einer Therapie. Das Ausprobieren erfolgt auf eigene Verantwortung und muss mit einem Arzt besprochen werden!

Anders als gedacht, hilft Manuka auch bei Erkrankungen der Zähne und des Zahnfleischs, da nicht nur die antimikrobakteriellen Wirkstoffe zur Geltung kommen, sondern auch eine Menge an Mineralien und Vitamine enthalten sind. Es ist richtig, dass der Honig eine Menge Zucker enthält, da Karies allerdings durch Bakterien ausgelöst wird, werden eben diese abgetötet.

Durch das langsame Schlucken, kann der Honig bei vielen Mund- bzw. Rachenerkrankungen helfen. So auch bei einer Mandelentzündung. Einmal einen Teelöffel morgens, mittags und abends direkt vor dem Schlafengehen kann die Heilung fördern.

Manchmal empfiehlt der Arzt, neben der Einnahme von Antibiotika und den abschwellenden Nasensprays, Nasenduschen durchzuführen. Lösen Sie einen Teelöffel Manuka Honig in Wasser auf und spülen Sie Ihre Nase mit der Mischung ordentlich durch. 3 x täglich angewendet, kann eine schnelle Milderung der Symptome auftreten.

Nasennebenhöhlenentzündungen können durch schlecht behandelte oder nicht auskurierte Erkrankungen der Nebenhöhlen schnell chronisch werden. Eine Behandlung der chronischen Sinusitis kann zum Leid der betroffenen Person manchmal als letzte Lösung eine Operation mitsichziehen.

Manuka Honig kann 3 x Mal täglich, je ein Teelöffel aufgelöst in Wasser, mit einer Nasendusche helfen, die Bakterien zu bekämpfen, die Symptome lindern und die Abheilung zu beschleunigen.

Pilzinfektionen wie Fußpilz oder Intimpilz können ebenfalls nachweislich mit Manuka Honig schneller überstanden sein. Hierzu wird die Infektion mit etwas Honig bestrichen und am besten mit einem Verband oder einem Pflaster steril abgeklebt.

Auch die Symptome der Rachenentzündungen können mithilfe von Manuka Honig gelindert werden. Hier gilt es den Honig solange wie möglich im Mund bzw. an der betroffenen Stelle zu halten.

Eingenommen kurz bevor dem Schlafengehen, am besten aufgelöst in einem Glas Milch, unterstützt Manuka Honig den gesunden und ausgewogenen Schlaf. Durch die langsame Abgabe von Glykogen, die im Schlafzustand unerlässlich sind und als Energieversorger dienen, wird eine optimale Energiezufuhr der Organe gewährleistet.

Manuka Honig kann durch die unterstützende Wundheilung und Feuchtigkeitspflege auch bei Sonnenbrand eingesetzt werden. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, setzt direkt auf einen Sonnenschutz mit einem Sonnenschutzfaktor von mindesten 30 SPF.

Dem Manuka Honig wird nachgesagt, dass er durch tägliche Aufnahme auch das Immunsystem von innen heraus kräftigen und das allgemeine Wohlbefinden durch Prophylaxe steigern kann. Eine gesunde, ausgewogene und bewegliche Lebensweise wird zusätzlich empfohlen.

Man schätzt, dass ca. ein Drittel der Bevölkerung regelmäßig mit dem Staphylococcus Aureus in Berührung kommt. Dieses Bakterium kommt überwiegend in der Nasenschleimhaut, dem Rachen und auf der Haut vor. Bei einigen wenigen Personen löst der Staphylococcus Aureus regelmäßig Entzündungen wie Furunkel, Abszesse und Karbunkel aus. Ein geschwächtes Immunsystem kann zudem durch das Bakterium in seltensten Fällen zu inneren Entzündungen führen.

Manuka Honig hemmt laut einigen Studien die Zellteilung*² und beschleunigt damit das Absterben des Bakterimums. Hautentzündungen und Furunkulosen können so besonders effektiv mit lokalem Auftragen behandelt werden. Nasen- und Rachenduschen können neben dem direkten Auftragen helfen die Kulturen nachweislich zu reduzieren.

Von außen auf eine Wunde aufgetragen hilft der Honig schmerzhafte Entzündungen und leichte Verbrennungen schneller Abklingen zu lassen. Selbst tiefe Wunden, die auf die üblichen Antibiotika Therapien nicht erfolgreich reagierten, konnten erfolgreich in einigen Studien behandelt werden. Hierzu zählen auch Infektionen mit MRSA resistenten Keimen. Die betroffene Stelle sollte einmal täglich mit Manuka Honig überzogen und mit einem Pflaster oder Verband abdeckt werden.

Konsultieren Sie Ihren Arzt

Wie Sie sehen, kann der Manuka Honig dank seiner speziellen Wirkung bei wirklich vielen Krankheiten, Hautproblemen und bakteriellen Entzündungen helfen. Sollten Sie irgendwelche Nebenwirkungen oder Verschlechterung spüren, kontaktieren Sie bitte sofort einen Arzt. Manuka Honig ersetzt nicht eine professionelle ärztliche Beratung und Behandlung und eine ausgewogene Ernährung.

Quellen:
1. Manisha Deb Mandal and Shyamapada Mandal, 04/2011, Titel: Honey: its medicinal property and antibacterial activity

2. Jenkins R, Burton N, Cooper R., 11/2011, Titel: Manuka honey inhibits cell division in methicillin-resistant Staphylococcus aureus.
3. Jubri Z, Rahim NB, Aan GJ, 11/2013, Titel: Manuka honey protects middle-aged rats from oxidative damage.

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